Rückblick

Familienbetrieb seit 14 Genertionen

Der Landwirtschaftbetrieb im Zollikerberg, bekannt unter dem Namen "Sandgrube" wird seit 14 Generationen von der Familie Weber bewirtschaftet. Ende 60er Jahre wurde der Betrieb auf Grund der damaligen Milchschwemme, einem anstehenden Neubau der Stallungen und der grossen Nachfrage nach Getreide auf "Viehlos" umgestellt. Der damalige Betriebsleiter F. Weber investierte für damalige Zeiten in eine grosse, leistungsstarke Mechanisierung. Durch diese Leistungsfähigkeit wurde es möglich, die ihm zugetragenen Flächen problemlos zu bewirtschaften und der Betrieb wuchs flächenmässig rasch an. Trotz dieser Vergrösserung wurde ihm die Möglichkeit Lehrlinge auszubilden genommen. Der Betrieb wurde nicht mehr als Landwirtschaftliches Gewerbe anerkannt. Die Flächen, die gegen 40 ha anstiegen, wurden mit ¾ Getreide, Raps und Mais bebaut. 
Als Saatzüchter konnte das Getreide über einen anspruchsvollen Vermarktungskanal abgesetzt werden.

Der grosse Wandel in der landw. Politik

Anfangs der 90er Jahre begann der grosse Umbruch der Landwirtschaftspolitik in eine ungewisse Zukunft. Preissenkungen der landwirtschaftlichen Erzeugnisse in rasantem Tempo und der Ausbau der Direktzahlungen machte die Betriebsplanung sehr schwierig. Gleichzeitig hat die Gemeinde Zollikon beim kantonalen Richtplan die Eingabe einer Bauzone im Gebiet Ifang, Zwigarten und Bettlen gemacht, was eine weitere Unsicherheit für den Betrieb darstellte.

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Projekt "Golf und Landwirtschaft"

Glücklicherweise wurde die gewünschte Bauzone nicht im kantonalen Richtplan aufgenommen.

Um den Betrieb langfristig zu sichern, entstand die Idee "Golfplatz Zollikerberg". Dabei wäre die Hälfte der Betriebsfläche in einen Golfplatz umgebaut worden, die andere Hälfte hätte weiterhin als landwirtschaftlicher Betrieb bewirtschaftet werden können. So wäre die Zukunft für diesen Betrieb gesichert gewesen.

An der Gemeindeversammlung im Juni 1996 wurde die gesammte Geländekammer zu diesem Zweck von der Landwirtschafts- in Erholungszone umgezont.

Leider sties das Projekt im Gemeinderat immer auf Wiederstand. Die Initianten waren der Ansicht, dass ein Golfplatz nur zusammen mit den Behörden realisierbar sei. Viele Planungsentscheide fallen in die Bauphase, was bei Uneinigkeit die Kosten schnell ins Unkontrollierbare steigen lässt.

Schliesslich wurden 2008 alle Golfplatz-Ideen entgültig verworfen.

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Situation Heute

Anfang 2009 wollte der Gemeinderat das Gebiet Ifang, Zwigarten und Bettlen in der Richtplanung wieder dem Baugebiet zuführen. Diesmal hat der Kanton in seiner Planung das Gebiet Bettlen und Zwigarten berücksichtigt, nicht aber den Ifang.

Bei der ersten Planung einer neuen Scheune war der Standort Ifang von Anfang an mit dem Kanton im Gespräch, wurde aber von der Gemeinde abgelehnt, da das Gebiet als Baugebiet vorgesehen war. Nach langem Suchen und diversen Vorschlägen und Projekten bot der Gemeinderat aber die Möglichkeit, im Subisacher ein Projekt zu realisieren.

Da das ganz Gebiet an der Gemeindeversammlung im Juni 1996 für den Bau eines Golfplatzes in Erholungszone eingeteilt wurde, musste für den Bau einer landwirtschaftlichen Scheune eine Umzonung beantragt werden. Diese wurde an der Gemeindeversammlung im Dezember 2010 leider abgelehnt.

Sofort nach der Versammlung nahmen wir wieder Kontakt mit den Kantonsbehörden auf, um einen neuen Standort zu suchen. Weitere sieben Orte wurden vorgeschlagen. Nachdem der Ifang im regionalen Richtplan nicht mehr dem Baugebiet zugeteilt wird, wurde das Gebiet als nächster möglicher Standort gewählt. Doch auch da ist eine Umzonung notwendig. 

Auf den 18. Januar 2012 hat der Gemeinderat die neue Vorlage traktandiert. Wir hoffen natürlich sehr auf die Unterstützung der Zolliker Bürger und Bürgerinnen. Sollte dieses Vorhaben wieder abgelehnt werden, werden wir erneut Verhandlungen mit den Behörden aufnehmen müssen, um einen geeigneten Standort zu finden.

Wir hoffen aber sehr, dass die Zollikerinnen und Zolliker der Umzonung am 18. Januar 2012 zustimmen.  

Wir bitten um Ihre Unterstützung, vielen Dank.

Wie weiter?

der nächste Betriebsleiter, Fabian Weber, kann seine Ausbildung zum Landwirt im nächsten Jahr abschliessen. Ein Nachfolger im Betrieb zu haben ist nicht selbstverständlich, motiviet und freut mich sehr.

Was die Zukunft bring, wie sich die Landwirtschaft, die Stadt und Gemeinde verändert und ob der Landwirtschaftbetrieb sich diesen Herausforderungen stellen kann wird die Zukunft zeigen. 

Ich wünsche es den kommenden Generationen.

D. Weber